Das Festival
Ankunft: Neue Musik
Wenn sich die Geräusche einfahrender Züge auf wundersame Weise mit den Klängen zeitgenössischer Musik mischen, Tänzer zwischen Reisenden ihre Kreise ziehen oder mitten im Bahnhof ein Flügel steht, dann ist wieder die Zeit gekommen für das Festival „Ankunft: Neue Musik“.
Bereits zum vierten Mal macht die mobile Bühne „ohrenstrand mobil“ Station im Berliner Hauptbahnhof und lädt Durchreisende, Flaneure und Neugierige mit einem umfangreichen Programm zu einer Stippvisite in die Welt der Neuen Musik ein.
70 Veranstaltungen mit mehr als 100 Künstlern sorgen 11 Tage lang für ungewohnte Hörerlebnisse auf dem Berliner Hauptbahnhof.
Der Veranstalter
Zeitgenössische Oper Berlin
Die Zeitgenössische Oper Berlin wurde 1997 gegründet. Der Spielplan enthält ausschließlich Werke, die nach 1945 komponiert wurden. Eine feste Spielstätte für die Aufführungen gibt es nicht. Für jede Inszenierung wird ein eigenes, den spezifischen Anforderungen entsprechendes Ensemble zusammengestellt. Das Repertoire umfasst neben Musiktheateraufführungen auch Musikfilme und Performances.
Regelmäßig ausgelobte Ideen- und Realisierungswettbewerbe haben das Ziel, neue Impulse für das zeitgenössische Musiktheater anzuregen. Seit 2009 veranstaltet die Zeitgenössische Oper Berlin jährlich das Festival „Ankunft: Neue Musik“ auf dem Berliner Hauptbahnhof.
Weiterführende Links:
Das Team
Andreas Rochholl - Idee und künstlerische Leitung
Susanna Poldauf - Programm und Produktion
Daniel Weingarten - Tonregie
Volker Wendisch - Ton-Assistenz
Julian Eisele - Produktions-Assistenz
Projektpartner
Ankunft: Neue Musik ist ein Projekt der Zeitgenössischen Oper Berlin.
In Zusammenarbeit mit DB Station & Service und der Werbegemeinschaft Berliner Hauptbahnhof.
Mit freundlicher Unterstützung von C. Bechstein und KADMOS-Produktion.
Das Festival wird kofinanziert aus Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Das Festival wurde 2009 mit Mitteln des Netzwerk Neue Musik der Kulturstiftung des Bundes ins Leben gerufen.
Architektur
Neue Räume für Neue Musik! - Unter diesem Motto rief der von der Zeitgenössischen Oper Berlin und ohrenstrand.net ausgerichtete Wettbewerb „ohrenstrand mobil“ im Jahre 2009 Architekten, Bauingenieure und Künstler dazu auf, einen ungewöhnlichen und vielseitigen Raum für aktuelle Musik zu entwerfen.
Der Siegerentwurf des Nürnberger Büros eyland07 wurde realisiert und dient seither als Festivalarchitektur.
Weiterführende Links:
Ausschreibungstext Wettbewerb 2009Onlineausstellung des Wettbewerbs
Ankunft: Neue Musik 2011
Hunderte von Künstlern der Berliner Neue-Musik-Szene sorgten in den vergangenen drei Jahren für ungewohnte Hörerlebnisse mitten auf dem modernsten Bahnhof Europas.
Von Soloperformances bis zu Ensembles reichte das Spektrum der Formationen, die sich hier auch 2011 mit ihrem zeitgenössischen Repertoire präsentierten. Zahlreiche Musiktheater-Uraufführungen, die speziell für das Festival entstanden, erkundeten den Berliner Hauptbahnhof als Bühnenraum.
Bereichert wurde das Programm 2011 zusätzlich durch Film-Vorführungen, in denen die zeitgenössische Musik eine wesentliche Rolle spielt (siehe Musik-Kino).
„Doppelt kühn ist deshalb, was die Zeitgenössische Oper Berlin (ZOB) seit drei Jahren wagt: sie nimmt die Probleme und platziert sie mitten in die Stadt. Zehn Tage lang Oper, zehn Tage lang zeitgenössische Musik, mitten in Mitte, am Hauptbahnhof von Berlin. „Ankunft: Neue Musik“ nennt sich das Festival, ein Name, der gewollt resolut klingt, führt doch die Neue Musik, viel mehr noch als die Oper, ein extremes Nischendasein. […] „Ankunft: Neue Musik“ ist im Rahmen des Berliner Netzwerks ohrenstrand.net entstanden, und will genau das, was der Name verheißt: ankommen, und zwar genau dort, wo das Leben pulsiert. Eigentlich unmöglich, aber auf Unmöglichkeiten ist die ZOB spezialisiert.“ (Dorte Lena Eilers, Theater der Zeit 03/2012)
Ankunft: Neue Musik 2010
Dass die Grenzen zwischen Neuer Musik und anderen musikalischen Genres mitunter fließend sind, zeigte 2010 die Einbeziehung von Künstlern aus den Bereichen Echtzeitmusik, Jazz oder elektronischer Musik.
Ort und Struktur des Festivals inspirierten Komponisten und Künstler zu neuen künstlerischen Ausdrucksformen. So durchwanderte der Kontrabassist Arnulf Ballhorn zwölf Stunden lang den Bahnhof mit einem Solostück von S. Sciarrino, woraus auch ein Musikfilm entstand (siehe Musik-Kino 2010).
Ankunft: Neue Musik 2009
Die Erfahrung, dass Bahnhöfe magische Orte und ideale Bühnenräume sind, konnten wir bereits beim ersten Durchgang unseres Festivals im Jahre 2009 auf dem Berliner Hauptbahnhof machen.
Wir hörten zum ersten Mal den Sound, der entsteht, wenn sich die Geräusche einfahrender Züge mit den Klängen zeitgenössischer Musik mischen. Wir sahen zum ersten Mal, welche Poesie es haben kann, wenn Tänzer zwischen Reisenden ihre Kreise ziehen.
Den Hauptbahnhof als Aufführungsort zu verstehen, ist das Ergebnis unserer Suche nach neuen Produktions- und Präsentationsformen und nach einer neuen Funktionsbestimmung für das zeitgenössische Musiktheater. Wesentliches Ziel des Festivals ist die öffentliche und frei zugängliche Teilhabe und der demokratische Zugang aller Mitglieder unserer Gesellschaft am Erleben von Kunst.





























